Fibromyalgie - Check

Dr. med.
Harald M. Weskott
FA. Allg. Med.

 
 

Der gestörte Körper- und Gehirnstoffwechsel

Die Zivilisationskrankheit Fibromyalgie breitet sich mit einer enormen Geschwindigkeit, insbesondere in unseren modernen Industrieländern aus und gewinnt damit eine zunehmende Bedeutung in unserem Gesundheits-System.

Schon jetzt sind etwa 3-6 % der Bevölkerung, insbesondere Frauen, betroffen. Man schätzt, dass etwa 3-4 Millionen Menschen in Deutschland unter dem Fibromyalgie-Syndrom (FMS) leiden.

Dies ist auch der Hauptgrund von Frühinvalidität bei Frauen, was unsere Rentenversicherung mit Milliarden von Euro belastet.

Bei der FMS handelt es sich um eine Stoffwechselstörung, sowohl des Körper-, als auch des Hirnstoffwechsels mit komplexen Neurotransmitter-Störungen, die wir auch bei chronischem Müdigkeits-Syndrom, bei Migräne, Adipositas, Essstörung, Depression und chronischen Disstress-Syndrom mit Burnout Symptomatik vorfinden.

Diese Störungen des Stoffwechsels werden inzwischen immer häufiger von Ganzheitsmedizinern festgestellt; sie stellen ein multifunktionelles Stoffwechselgeschehen dar, das in der klassischen Schulmedizin oft nicht erkannt wird.
 

Themen

1. Untersuchung
2. Blutanalysen
3. Stoffwechsel Analyse
4. Mikroskopie
5. Darmanalyse
6. Schadstoffanalyse
7. Entgiftungsmessung
8. HRV Analyse
9. Kollagenmessung
10. Futrex-Bodyfat-Analyse
11. Brain-Check mit Analyse
 

 

Genetischen Veranlagung mit Störungen im Bereich der körpereigenen Entgiftung (vor allem Schwermetalle, chemische Substanzen wie Formaldehyd etc., bakterielle oder Pilzgifte) sind neben fundamentalen Veränderungen unserer Lebensweise, durch falsche, zu energiereicher Ernährung, Mangel an wichtigen Vitalstoffen, Mineralien und Spurenelemente wichtige Faktoren. Bewegungsmangel, Belastung durch Elektrosmog, Reizüberflutung durch Fernsehen, EDV-Tätigkeit bei gleichzeitig wachsender Belastung im Beruf erhöhen das FMS-Risiko.

Diese erhöhten Belastungen wirken sich äußerst ungünstig auf die Stoffwechsel-Situation, sowohl im körperlichen Bereich als auch im Gehirn aus. Besonders das Netzwerk des Hirnstoffwechsels mit seinen etwa Hundertmilliarden Hirnzellen ist gestört.

Die Neurotransmitter, Neuropeptide und Zytokine, sowie die auf das Gehirn einwirkenden Hormone, sind in ihrer Abstimmung zu einander negativ verändert. Diese Störung des neuro-endokrinen Netzwerkes sind die klassischen Begleitsymptome der Fibromyalgie, welche das Leiden häufig so unerträglich machen.

Schlafstörungen, Abgeschlagenheit, Erschöpfung, erhöhte Infektionsanfälligkeit, Migräne, Depressionen mit Angstzuständen und Panikattacken sind die Folge.

Häufig treten bei dem FMS auch Tinnitus und das typische Restless-Leg-Syndrom und Reiz-Syndrome von Magen, Darm, Blase und Lunge auf.

Gestörte Entgiftungsabläufe in der Leber (Glutathionperoxidasen, Metallothionen ungünstiger Abstimmung der Phase I + II und Intermediärphase) führen bei rasant zunehmender Umweltbelastung zur Erkrankungshäufigkeit des Fibromyalgie-Syndroms.

Durch nachlassende Hormonaktivität in der Menopause entsteht ein Mangel an Geschlechts-hormonen wie Östrogen, Gestagen, Testosteron aber auch DHEA. So kommt es zu deutlichen Veränderungen sowohl des Körper- als auch Gehirnstoffwechsels. Zusätzlich wirkt sich die Minderung der Schilddrüsenfunktion negativ aus.

Die pathologische Magen-Darmfunktion steht ganz im Vordergrund bei Störungen des Körper-stoffwechsels. Die Dysbiose der normalerweise gesunden Bakterienflora und das Leaky gut-Syndrom, welches durch Nahrungsmittelallergien und vor allem durch Nahrungsmittel-unverträglichkeit (IGG4 getriggert) zustande kommt, wirkt sich besonders negativ aus.

Der Darm als Organ mit dem größten Serotoninverbrauch ist auf ein funktionierendes Serotonin-System angewiesen. Ein Enzymdefekt wirkt sich daher genauso ungünstig aus wie im Gehirn, was die Symptome der Fibromyalgie fördert.

Die typischen, der Krankheit den Namen gebenden positiven Tender Points mit schmerzhaften Muskel- und Gelenk-Sehnenübergängen sind auch durch eine ausgeprägte metabolische Azidose gekennzeichnet und wird zusätzlich durch die Substanz P getriggerten Phänomene verstärkt.

In der kompetenten, ganzheitsmedizinischen innovativen Diagnostik des modernen Stoffwechsel-Mediziners gilt es nun die bei jeder Fibromyalgie anders gearteten, individuellen Stoffwechsel-Störungen des Körper- und Gehirnstoffwechsels zu eruieren, um dann gezielt therapeutisch vorzugehen.

Die diagnostisch vorgegebene Menge von Symptom mildernden Medikamenten und Ergänzungsstoffen ermöglicht eine Besserung der Symptome oder sogar Heilung des FMS-Patienten.
 

 

Nachfolgend wird das diagnostische Vorgehen dargestellt:

 

 

1. Nach gründlicher körperlicher Untersuchung

und Erhebung des Ganz-körper- und neurologischem Status, Ultraschalluntersuchung des Abdomens und der Schilddrüse, wobei gleichzeitig eine Beschwerden- Anamnese erhoben wird.
 

 

2. Blutanalysen

a) große Blutentnahme mit Blutbild, Organwerten, Entzündungsparametern, Hormonanalysen, Schilddrüsenparametern

b) Blutentnahme für Aminosäure- und Vitamin-Check (Marktheidenfeld)

c) Blutentnahme für Mineralien-Analyse intrazellulär im erothrozytär angereichertem Blut

3. Stoffwechselterrain-Analyse im eigenen Labor

a) Säure-Basen-Analyse als venöse Titration nach Stirum mit Urinstatus Clinitec plus Mikroalbuminurie- Bestimmung
b) Analyse des Redoxsystems mit ROS Freie Radikale mittels FRAS4

c) BAP (antioxydatives Potenzial) im eigenen Labor

 

4. Heitan-Legath-Bradford Mikroskopie

mit Dunkelfeld- u. Blutkoagulations-Mikroskopie

 

5. Terrain-Analyse Darm

a) erster Morgenurin auf Leaky gut
b) Stuhlanalyse auf Dysbiose mit großer
Stuhlanalyse auf Pathologie und apathologische Keime, Pilze und Entzündungsparameter

 

6. Analyse der Schadstoffbelastung des Körpers (Schwermetalle etc.)

a) Haarmineralanalyse
b) Spontanurin bzw. Stuhlanalyse auf Schwermetalle
c) Provokation auf Schwermetalle über 5 Stunden mit DMSA und EDTA als Chelatoren

 

7. Messung der Entgiftungsaktivität

der Phase I+II – Enzyme, entweder als Gentest oder als Stoffwechsel-Untersuchung, s.g. Paracetamol bzw. Aspirin-Ausscheidungstest

 

 

 

8. HRV-Analyse des vegetativen Nerven-Systems
 

 
 

9. Messung der Kollagen- bzw. Bindegewebsstabilität mittels Collagenoson

 

 
 

10. Futrex-Bodyfat-Analyse zur Quantifizierung des Fettgewebes
 

   
 

11. Brain-Check mit Analyse
der Gehirnaktivität, Vigilanz, Motorik und Kognition mit Neurotransmitter Speicheltest